Eine Karte mit neun Bildern, eine Handvoll Bohnen und jemand, der ausruft, wonach gesucht wird. Bingo funktioniert wunderbar ohne einen einzigen Buchstaben und ohne eine einzige Zahl.
Und mit einer kleinen Änderung ist es mehr als ein Glücksspiel. Wenn der Ausrufer ein Bild beschreibt, statt es zu nennen, übt jede Runde, bis zum Ende zuzuhören und die Karte sorgfältig abzusuchen.
Die Karten herstellen
- Das Raster. Zeichnen Sie drei Reihen mit je drei Feldern auf ein Blatt, eine Karte pro Spieler.
- Die Bilder. Wählen Sie zwölf bis fünfzehn einfache Dinge: Tiere, Obst, Sachen aus dem Haushalt. Jede Karte bekommt neun davon, jeweils anders angeordnet. Zeichnen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind oder schneiden Sie die Bilder aus alten Prospekten aus.
- Die Rufkarten. Eine kleine Karte für jedes Bild, aufbewahrt in einem Beutel.
- Die Spielsteine. Bohnen, Knöpfe oder Flaschendeckel. Weil nichts durchgestrichen wird, lassen sich die Karten immer wieder verwenden.
Spielsteine sind klein. Nehmen Sie größere für Kinder, die noch Dinge in den Mund stecken.
So wird gespielt
- Jeder Spieler bekommt eine Karte und einen Haufen Spielsteine.
- Der Ausrufer zieht eine Rufkarte aus dem Beutel und sagt sie an.
- Wer dieses Bild hat, deckt es mit einem Spielstein ab.
- Wer zuerst drei in einer Reihe hat, waagerecht, senkrecht oder von Ecke zu Ecke, ruft „Bingo!“
Bevor der Sieg gilt, nennt der Gewinner die drei Bilder seiner Reihe. Diese kleine Kontrolle hält das Spiel ehrlich und bringt eine weitere Runde Benennen.
Fünf Stufen des Ausrufens
| Stufe | Was der Ausrufer tut | Was die Spieler tun müssen |
|---|---|---|
| 1 | Zeigt die Rufkarte und nennt sie: „der Frosch“ | Ein Bild zuordnen, das sie sehen |
| 2 | Nennt sie nur | Das Wort im Kopf behalten, während sie die Karte absuchen |
| 3 | Beschreibt sie: „Er ist grün, lebt am Wasser und springt“ | Alle Hinweise anhören und zusammensetzen |
| 4 | Gibt einen Hinweis mit „nicht“ oder „kein“: „ein Tier, das keine Beine hat“ | Bilder ausschließen und nicht nur auswählen |
| 5 | Das Kind ist der Ausrufer | Ein Bild beschreiben, ohne seinen Namen zu sagen |
Stufe 5 ist die schwierigste und die wertvollste. Um eine Schnecke zu beschreiben, ohne „Schnecke“ zu sagen, muss Ihr Kind entscheiden, welche Merkmale sie von allem anderen auf den Karten unterscheiden.
Die Gewohnheiten hinter dem Spiel
Der Reihe nach suchen. Kleine Kinder schauen mal hierhin, mal dorthin und übersehen dabei etwas. Zeigen Sie, wie man mit dem Finger jede Reihe entlangfährt, von links nach rechts und von oben nach unten.
Bis zum Ende zuhören. Bei einer Beschreibung reicht der erste Hinweis selten. „Er ist grün“ passt zum Frosch und vielleicht auch zu einem Blatt. Bitten Sie die Spieler, den letzten Hinweis abzuwarten, bevor sie einen Stein setzen.
Wissen, worauf man wartet. Wenn in einer Reihe zwei Felder abgedeckt sind, fragen Sie: „Welches Bild brauchst du jetzt?“ Ein Kind, das darauf antworten kann, plant bereits.
So lässt es sich abwandeln
- Geräusche-Bingo. Der Ausrufer macht den Laut des Tieres nach oder zeigt, wie es sich bewegt.
- Formen-und-Farben-Bingo. In den Feldern sind ein roter Kreis, ein blaues Dreieck und so weiter, und der Ausrufer nennt beide Merkmale.
- Punkte-Bingo. In den Feldern sind ein bis neun Punkte, und der Ausrufer würfelt oder zeigt Finger.
- Größere Karten. Vier Reihen mit je vier Feldern für ältere Kinder, oder die Regel, dass die ganze Karte abgedeckt sein muss.
- Ein Team. Alle teilen sich eine Karte und versuchen, in zehn Ansagen eine Reihe zu schaffen.
| Ungefähres Alter | Was Sie ausprobieren können |
|---|---|
| 4–5 | Eine Karte mit drei mal drei Feldern; Bilder werden gezeigt und genannt; eine Reihe gewinnt |
| 6–7 | Beschreibungen mit zwei oder drei Hinweisen; einmal selbst Ausrufer sein |
| 8–9 | Karten mit vier mal vier Feldern; Hinweise mit „nicht“; zwei Reihen zum Sieg |
| Ab 10 | Karten und Rätselhinweise für jüngere Kinder herstellen; Zahlen-Bingo mit kleinen Rechenaufgaben als Hinweisen |
Die Altersangaben sind nur grobe Richtwerte, und jedes Kind ist anders.
In Dologi gibt es im Thema Konzentration die Rätsel „Tippe alle an“: Kinder durchsuchen eine Gruppe von Dingen und tippen alle an, die zur Aufgabe passen, zum Beispiel alle Sterne oder alle Blumen mit fünf Blütenblättern. Es ist dieselbe sorgfältige Suche über ein ganzes Bild hinweg.
Kurz gesagt
- Neun Bilder auf einer Karte, Rufkarten in einem Beutel und Bohnen als Spielsteine: Mehr braucht das Spiel nicht.
- Drei in einer Reihe gewinnen, und der Gewinner nennt zur Kontrolle die drei Bilder.
- Das Ausrufen kann vom gezeigten Bild über die Beschreibung bis zum Kind als Ausrufer wachsen.
- Das Spiel übt, Reihe für Reihe zu suchen und den letzten Hinweis abzuwarten, bevor man handelt.
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