Ein Ring verlässt die Hand, taumelt durch die Luft und landet über dem Pfosten. Oder eben nicht, und Ihr Kind will es sofort noch einmal versuchen.
Ringewerfen ist ein Klassiker vom Jahrmarkt, der sich leicht zu Hause nachbauen lässt. Es bringt Hand und Auge dazu, zusammenzuarbeiten, und die Mathematik ist gleich eingebaut: Jeder Ring, der sitzt, bringt Punkte, und die Punkte müssen zusammengezählt werden. Sogar eine kleine Lektion über Risiko steckt darin.
Das Spiel bauen
Ringe. Schneiden Sie die Mitte aus Papptellern heraus, und Sie haben leichte Ringe, die nichts kaputt machen können. Ringe aus dickem Seil, mit Klebeband zum Kreis geschlossen, oder aus einem Karton ausgeschnitten, gehen ebenfalls. Fünf Ringe genügen.
Pfosten. Nehmen Sie, was von allein steht:
- Plastikflaschen mit etwas Wasser oder Sand am Boden,
- einen Küchenrollenhalter,
- einen umgedrehten Hocker, der gleich vier Pfosten liefert.
Die Wurflinie. Ein Streifen Klebeband auf dem Boden. Beginnen Sie nah, etwa drei große Schritte vom nächsten Pfosten entfernt.
Stellen Sie drei Pfosten in einer Reihe hintereinander auf: nah, mittel und fern.
So wird gespielt und gezählt
Jeder Spieler wirft pro Runde fünf Ringe. Ein Ring zählt nur, wenn er über dem Pfosten liegen bleibt.
| Pfosten | Punkte |
|---|---|
| Nah | 1 |
| Mittel | 2 |
| Fern | 3 |
Markieren Sie die Punkte an jedem Pfosten mit Tupfen wie auf dem Titelbild, damit auch Kinder mitzählen können, die noch keine Zahlen lesen.
Nach fünf Ringen wird die Runde zusammengezählt. Zwei Ringe am nahen und einer am fernen Pfosten ergeben 1 + 1 + 3 = 5. Schreiben Sie es mit Strichen oder Zahlen auf, spielen Sie vier oder fünf Runden und ermitteln Sie die Summe.
Ältere Kinder bemerken schnell eine Abkürzung: Drei Ringe am mittleren Pfosten sind dreimal zwei, also 3 × 2 = 6.
Sicher oder riskant?
Diese Frage macht aus einem Wurfspiel ein Denkspiel: „Auf welchen Pfosten solltest du zielen?“
Der nahe Pfosten ist leicht, bringt aber wenig. Der ferne bringt viel, ist aber schwer zu treffen. Die meisten Kinder zielen einfach auf den fernen. Schlagen Sie stattdessen ein Experiment vor.
- Zehn Ringe auf den nahen Pfosten werfen und die Treffer zählen.
- Zehn Ringe auf den fernen Pfosten werfen und die Treffer zählen.
- Für beide die Punkte ausrechnen.
Angenommen, Ihr Kind trifft den nahen Pfosten siebenmal und den fernen zweimal. Das sind 7 Punkte gegen 6, im Moment gewinnt also der „langweilige“ Pfosten. Nächsten Monat, mit besserem Zielen, kann die Antwort anders ausfallen.
Kinder entdecken dabei zweierlei: Ein großer Gewinn ist nicht viel wert, wenn man ihn selten bekommt, und das lässt sich herausfinden, indem man ein paar Zahlen sammelt, statt zu raten.
Die Schwierigkeit anpassen
| Leichter machen | Schwieriger machen |
|---|---|
| Die Linie näher heranrücken | Die Linie zurückverlegen |
| Größere Ringe | Kleinere Ringe |
| Größerer Abstand zwischen den Pfosten | Pfosten dicht beieinander, damit Ringe abprallen |
| Beide Hände | Die Hand, mit der man nicht schreibt |
| Ungefähres Alter | Was Sie ausprobieren können |
|---|---|
| 4–5 | Ein Pfosten, aus der Nähe; die Treffer von fünf Würfen zählen |
| 6–7 | Drei Pfosten für 1, 2 und 3 Punkte; eine Runde zusammenzählen; Strichliste |
| 8–9 | Das Experiment „sicher oder riskant“; Zwischenstand über fünf Runden |
| Ab 10 | Unterschiedliche Punkte für unterschiedliche Ringfarben; genau ausrechnen, was zum Sieg noch fehlt |
Die Altersangaben sind nur grobe Richtwerte, und jedes Kind ist anders.
Gemeinsam spielen
- Verschiedene Linien für verschiedene Spieler. Das jüngere Kind wirft von näher, der Erwachsene von weiter hinten.
- Teampunkte. Zählen Sie die Punkte aller zusammen und versuchen Sie, die Familiensumme von gestern zu übertreffen.
- Wer geworfen hat, sammelt die Ringe ein. So bleibt das Spiel im Fluss, und alle bewegen sich ein wenig.
In Dologi gibt es im Thema Mathe kurze Bilderrätsel zum Zählen, Vergleichen und Addieren kleiner Mengen. Sie passen gut zu Spielen wie diesem, bei denen die Zahlen aus etwas entstehen, das Ihr Kind gerade selbst getan hat.
Kurz gesagt
- Ringe aus Papptellern und Flaschen als Pfosten genügen für ein Ringwurfspiel.
- Der nahe Pfosten zählt 1, der mittlere 2 und der ferne 3: fünf Ringe pro Runde zusammenzählen.
- Testen Sie „sicher oder riskant“ mit zehn Würfen auf jeden Pfosten und vergleichen Sie die Punkte.
- Passen Sie Abstand, Ringgröße und Wurfhand an, damit das Spiel gerade schwer genug bleibt.
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