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Was haben sie gemeinsam? Verbindungen zwischen zwei verschiedenen Dingen finden

Links eine Orange, in der Mitte ein Gleichheitszeichen und rechts ein orangefarbener Ball.

Was haben eine Orange und ein Ball gemeinsam? Beide sind rund. Beide sind orange. Beide rollen. Beide kann man werfen. Und manchmal hat ein Kind beim Mittagessen beide in der Hand.

Herauszufinden, was zwei verschiedene Dinge gemeinsam haben, ist ein einfaches Spiel mit tiefen Wurzeln. Kinder müssen dafür genau auf Merkmale achten, überlegen, was Dinge tun und wohin sie gehören, und Gedanken miteinander verbinden. Außerdem macht es großen Spaß, denn die seltsamsten Paare bringen oft die überraschendsten Antworten.

Warum dieses Spiel das Denken fördert

  • Auf Merkmale achten. Farbe, Form, Größe, Material: Kinder lernen, Eigenschaften zu bemerken, nicht nur Namen.
  • In Kategorien denken. „Beides ist Obst“, „beides sind Spielsachen“, „beides sind Tiere“ ordnet das Wissen.
  • Flexibles Denken. Ein Paar lässt sich auf viele Arten verbinden, es gibt also immer noch eine Antwort.
  • Vergleiche verstehen. Später in der Schule bauen Vergleiche und Analogien („Das Blatt gehört zum Baum wie die Feder zum Vogel“) genau auf dieser Fähigkeit auf.

Arten von Verbindungen

Wenn Ihr Kind feststeckt, schlagen Sie eine Art von Verbindung vor:

Art der Verbindung Frage Beispiel: Orange und Ball
Aussehen „Wie sehen sie aus?“ Beide rund, beide orange
Was es tut „Was kann man damit machen?“ Beide rollen, beide kann man werfen
Material „Woraus bestehen sie?“ Beide haben eine Schale oder äußere Hülle
Fundort „Wo sieht man sie?“ Beide in der Küche oder im Garten
Gruppe „Zu welcher Gruppe könnten beide gehören?“ Beides sind Dinge, die ein Kind in der Hand halten kann

Kinder fangen meist beim Aussehen an. Sie sanft dahin zu führen, was Dinge tun oder wohin sie gehören, macht das Denken tiefer.

Paare von leicht bis knifflig

Beginnen Sie mit Paaren, die sich deutlich ähneln, und arbeiten Sie sich zu überraschenden vor:

  • Leicht: Katze und Hund, Tasse und Schüssel, Apfel und Birne.
  • Mittel: Katze und Stuhl (beide haben vier Beine), Bleistift und Baum (beide lang, beide aus Holz), Fahrrad und Auto (beide haben Räder, beide transportieren Menschen), Buch und Fernseher (beide erzählen Geschichten).
  • Knifflig: Wolke und Schaf (beide weiß und flauschig), Uhr und Gesicht (bei beiden ist etwas in einem Kreis angeordnet), Fisch und Flugzeug (beide haben Flossen oder Flügel, beide bewegen sich durch etwas hindurch).

Bei den kniffligen Paaren überraschen Kinder oft die Erwachsenen. Lassen Sie jede Verbindung gelten, die Ihr Kind erklären kann.

Spielvarianten

  • Reihum. Ein Paar wählen, dann nennt reihum jeder eine Gemeinsamkeit. Fällt niemandem mehr etwas ein, kommt ein neues Paar.
  • Punktespiel. Ein Punkt pro Verbindung und ein Bonuspunkt für eine, an die sonst niemand gedacht hat.
  • Geheimes Paar. Eine Person wählt heimlich zwei Gegenstände im Raum und nennt eine Gemeinsamkeit. Die anderen raten das Paar.
  • Wundertüte. Kleine Gegenstände in einen Beutel stecken. Zwei ohne hinzusehen ziehen und eine Verbindung suchen.
  • Umgekehrt. Findet Ihr Kind Gemeinsamkeiten leicht, fragen Sie auch nach Unterschieden. „Gleich und verschieden“ zusammen ist eine starke Übung.

Ideen nach Alter

  • 4–5 Jahre: echte Gegenstände, leichte Paare, mit Blick auf Aussehen und was die Dinge tun.
  • 6–7 Jahre: mittlere Paare, das Punktespiel und Gruppennamen („beides sind Fahrzeuge“).
  • Ab 8 Jahren: knifflige Paare, das geheime Paar und einfache Analogien.

Kurz gesagt

  • Gemeinsamkeiten zwischen verschiedenen Dingen zu finden, trainiert Beobachten, Ordnen und flexibles Denken.
  • Nach Verbindungen bei Aussehen, Tun, Material, Fundort und Gruppe suchen.
  • Von leichten zu kniffligen Paaren gehen und jede Verbindung gelten lassen, die das Kind erklären kann.
  • Reihum, mit Punkten oder als Ratespiel spielen.

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