Smartphones und Tablets gehören zum Familienalltag. Die Frage lautet nicht mehr „Darf mein Kind sie nutzen?“, sondern wie lange, wofür und auf welche Weise, damit die Zeit gut genutzt ist.
Empfehlungen nach Alter
Gesundheitsorganisationen nennen recht einheitliche Richtwerte:
- Weltgesundheitsorganisation (WHO, 2019): Für Kinder von 2 bis 4 Jahren sollte die Zeit, die sie sitzend vor Bildschirmen verbringen, höchstens 1 Stunde am Tag betragen; weniger ist besser.
- Amerikanische Akademie für Kinderheilkunde (AAP): Für Kinder von 2 bis 5 Jahren etwa 1 Stunde am Tag mit hochwertigen Inhalten, am besten gemeinsam mit einem Elternteil. Ab 6 Jahren sollten Familien feste Grenzen vereinbaren und darauf achten, dass Bildschirme nicht Schlaf, Bewegung und Familienzeit verdrängen.
Diese Zahlen sind Richtwerte, keine starren Regeln. Wichtiger als die Zahl sind die Qualität der Inhalte und was der Bildschirm ersetzt. Eine Stunde Videos, die automatisch weiterlaufen, ist etwas ganz anderes als eine kurze Rätselrunde mit einem Elternteil daneben.
Grenzen setzen, ohne dass es Streit gibt
- Vorher absprechen. „Wir spielen eine Runde, dann legen wir es weg“ wird leichter akzeptiert, als wenn das Gerät mitten im Spiel weggenommen wird.
- Klare Endpunkte statt „nur noch kurz“. Das Ende einer Runde, das Ende einer Folge oder die vereinbarte Uhrzeit.
- Rechtzeitig ankündigen. Erinnern Sie Ihr Kind ein paar Minuten vorher, damit es zu Ende bringen kann, was es gerade tut.
- Eine attraktive Alternative bereithalten. Nach der Bildschirmzeit geht es zum Ballspielen nach draußen, aufs Fahrrad, an eine Geschichte oder ans Malen.
- Vorbild sein. Kinder machen nach, was Erwachsene tun. Ein Abendessen ohne Handy gilt für die ganze Familie.
Eine Lern-App auswählen: 6 Punkte, die Sie prüfen sollten
Nicht jede App mit dem Etikett „lehrreich“ ist für Kinder geeignet. Fragen Sie sich vor der Installation:
- Gibt es Werbung? Werbung lenkt ab und kann Kinder zu ungeeigneten Inhalten führen.
- Welche Daten werden erhoben? Lesen Sie die Datenschutzerklärung: Braucht die App den echten Namen, Fotos oder den Standort Ihres Kindes? Werden Daten an Dritte weitergegeben?
- Ist sie darauf ausgelegt, Kinder festzuhalten? Ständige Belohnungen, Serien, die „nicht reißen dürfen“, und automatische „Weiterspielen“-Knöpfe machen das Aufhören schwer.
- Gibt es Zeitlimits für Eltern? Eine gute App hilft Ihnen, zur richtigen Zeit aufzuhören, statt Ihr Kind am Bildschirm zu halten.
- Passt der Inhalt zum Niveau? Die App sollte den Schwierigkeitsgrad anpassen, damit Ihr Kind weder gelangweilt noch entmutigt ist.
- Wie reagiert die App auf Fehler? Rote Kreuze, tadelnde Töne oder Punktabzug können Kindern Angst vor Fehlern machen. Besser ist eine freundliche Rückmeldung, die zum erneuten Versuchen einlädt.
Dologi folgt diesen Grundsätzen
Bei der Entwicklung von Dologi haben wir uns genau diese Fragen gestellt:
- Keine Werbung, keine Tracking-Werkzeuge.
- Der Fortschritt Ihres Kindes bleibt auf dem Gerät und wird an keinen Server gesendet. Ein Profil braucht nur einen Spitznamen und ein Alter.
- Eine kurze Runde am Tag, dann Pause. Im Elternbereich legen Sie für jeden Spieler eine Spielzeitgrenze fest und sehen einen 7-Tage-Bericht.
- Nach einem Fehler folgt eine freundliche Einladung, es noch einmal zu versuchen, ohne rote Markierungen oder Kritik.
Sie können es im Web ausprobieren und sich selbst ein Bild machen, bevor Ihr Kind es nutzt.
Kurz gesagt
- Für Kinder von 2 bis 5 Jahren gilt etwa 1 Stunde Bildschirmzeit am Tag als üblicher Richtwert; ab 6 Jahren sollten Sie feste Grenzen vereinbaren.
- Die Qualität der Inhalte und das, was der Bildschirm ersetzt, zählen ebenso viel wie die Minuten.
- Wählen Sie Apps ohne Werbung, mit wenig Datenerhebung, mit Zeitlimits und mit freundlicher Rückmeldung bei Fehlern.
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