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Was sind exekutive Funktionen? Drei Fähigkeiten, die Kindern beim selbstständigen Lernen helfen

Ein kleiner Roboter, eine leuchtende Lampe und ein Pfeil, der nach oben zeigt.

Manche Kinder wissen, was zu tun ist, und tun sich trotzdem schwer damit: Sie vergessen den zweiten Schritt einer Anweisung, platzen mit der Antwort heraus, bevor die Frage zu Ende ist, oder kommen nicht weiter, wenn sich ein Plan ändert. Oft ist das, was sich noch entwickelt, nicht das Wissen, sondern eine Gruppe von „Steuerungs“-Fähigkeiten, die exekutive Funktionen heißen. Wer sie kennt, sieht solche Momente anders und kann sie spielerisch üben.

Was exekutive Funktionen sind

Exekutive Funktionen sind eine Gruppe von Denkfähigkeiten, die uns helfen zu planen, uns zu konzentrieren, Anweisungen zu behalten und mehrere Aufgaben zu bewältigen. Meist beschreibt man sie als drei Kernfähigkeiten:

Fähigkeit Einfach gesagt Beispiel aus dem Alltag
Arbeitsgedächtnis Informationen im Kopf behalten, während man sie nutzt Beim Fertigmachen an „Schuhe, Jacke, Tasche“ denken
Selbstkontrolle Innehalten und nachdenken, bevor man handelt Warten, bis man dran ist, statt etwas wegzunehmen
Flexibles Denken Zwischen Ideen oder Regeln wechseln Einen anderen Weg probieren, wenn der erste nicht klappt

Diese Fähigkeiten entwickeln sich nach und nach während der Kindheit und noch viele Jahre darüber hinaus. Niemand erwartet, dass kleine Kinder sie beherrschen; sie üben sie jeden Tag, oft ohne dass es jemand bemerkt.

Warum diese Fähigkeiten wichtig sind

  • Lernen: mehrschrittigen Anweisungen folgen, beim Rechnen Zahlen im Kopf behalten, einen Satz lesen und den Anfang noch wissen.
  • Selbstständigkeit: sich anziehen, die Tasche packen, eine Aufgabe ohne Erinnerung anfangen.
  • Freundschaften: abwarten, bis man dran ist, neue Spielregeln annehmen, sich nach einem Streit beruhigen.

Spiele für das Arbeitsgedächtnis

  1. Ich packe meinen Koffer. Jeder fügt etwas hinzu: „Ich packe meinen Koffer und nehme einen Apfel mit… einen Apfel und einen Ball…“ Die Liste wird immer länger.
  2. Aufträge mit Schritten. „Hol einen Löffel, leg ihn auf den Tisch und bring mir dann einen Becher.“ Nehmen Sie einen Schritt dazu, wenn es leicht wird.
  3. Memo-Karten. Bildpaare verdeckt hinlegen, immer zwei aufdecken und sich merken, wo welches Bild lag.
  4. Rückwärts wiederholen. Drei Zahlen oder Wörter nennen und rückwärts wiederholen lassen (für Ältere).

Spiele für die Selbstkontrolle

  1. Stopptanz. Zur Musik tanzen und einfrieren, wenn sie stoppt. Schwieriger: bei einem Klatschen einfrieren.
  2. Verkehrt-Tag. Sagen Sie „oben“, zeigt Ihr Kind nach unten; sagen Sie „groß“, macht es sich ganz klein.
  3. Ampelspiel. Bei Grün gehen, bei Rot stehen bleiben, bei Gelb vorsichtig sein.
  4. Warte auf das Zeichen. „Wenn ich ‚Banane‘ sage, darfst du anfangen.“ Und vorher andere Wörter sagen.

Spiele für flexibles Denken

  1. Sortieren und neu sortieren. Knöpfe nach Farbe sortieren, mischen und dann nach Größe sortieren.
  2. Neue Regeln. Ein bekanntes Spiel spielen und mittendrin eine Regel ändern.
  3. Was könnte das noch sein? Halten Sie einen Löffel hoch: Wofür könnte er noch dienen? Ein Mikrofon, eine Spielzeugschaufel, ein Trommelstock.
  4. Zwei Wege. Fragen Sie nach zwei verschiedenen Wegen, dasselbe kleine Problem zu lösen.

Alltagsgewohnheiten, die helfen

  • Abläufe mit Bildern. Eine Bilderliste der Morgenschritte entlastet das Gedächtnis.
  • Ein Schritt nach dem anderen. Aufgaben in kleine Teile zerlegen und abhaken.
  • Gemeinsam laut planen. „Zuerst… dann… wenn es regnet, …“
  • Innehalten, bevor man reagiert. Leben Sie es vor: „Ich bin ärgerlich. Ich atme dreimal durch, bevor ich antworte.“
  • Genug Schlaf und Spiel. Müden Kindern fallen alle drei Fähigkeiten schwerer.

In Dologi gibt es „Memo-Karten“-Rätsel, bei denen Kinder sich merken, wo welches Bild versteckt ist, eine spielerische Art, das Arbeitsgedächtnis zu nutzen.

Kurz gesagt

  • Exekutive Funktionen umfassen drei Fähigkeiten: Arbeitsgedächtnis, Selbstkontrolle und flexibles Denken.
  • Sie entwickeln sich langsam während der Kindheit, und alltägliches Spielen ist ein natürliches Training.
  • Spiele wie „Ich packe meinen Koffer“, „Stopptanz“ und „Sortieren und neu sortieren“ üben jede davon.
  • Feste Abläufe, kleine Schritte, lautes Planen und ruhige Pausen helfen jeden Tag.

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